"Making of"
   
Die Werkstatt ist zwar jährlich von Himmelfahrt bis Pfingsten zur ´Kulturelle Landpartie´ zu besichtigen, aber hier kannst Du vorab einen kleinen (unvollendet-)visuellen „Töpferworkshop“ mitmachen.  a

 b Dieses Bild täuscht! Fahrradvasen kommen nicht auf einem Fließband in Massen aus irgendeinem Dosierspender. Dennoch:So sieht das zufriedene Tageswerk eines geübten Töpfers aus.Hier warten die besten Exemplare auf ihre Weiterverarbeitung.Wie es dazu kommt...

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An der Drehscheibe.
Solide Handarbeit. Mehr davon geht nicht. Jede Fahrradvase wird auf der Töpferscheibe gedreht. Einzeln, aber in Serie. Dieser wesentliche Prozess, der vom Töpfer immer auf's Neue bestimmten Formgebung eines einfachen klumpen Tons ist zwar tatsächlich nur ein kleiner Schritt zum fertigen Produkt, aber er gibt dem Handwerker tiefe Zufriedenheit in seinem Schaffen.
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Noch auf der Töpferscheibe wird mit einer Messerspitze vorsichtig ein Muster am Vasenhals herausgearbeitet und mit einem Hölzchen die beiden Rillen ( für die spätere Gummihalterung am Lenker) gesetzt und....  g

...mit einem Schwamm alles fein versäubert. Viele Werkzeuge braucht ein Töpfer nicht. Ein guter Blick für die Form und sauberes Arbeiten geschickter, ruhiger Hände sind beinah alles was er zum Leben braucht (beinahe).  h

 h1 Es gelingt wirklich nicht immer alles. Eine Tatsache, die aufgrund unserer perfekten Konsumwelt kaum noch sichtbar ist.

Endmontage. Ist die Fahrradvase gedreht und kontrolliert „lederhart“getrocknet, muss am frischen Werk alles weitere rechtzeitig endverarbeitet werden: Am Vasenboden wird ein Stück Ton angesetzt und daraus der Kringel gezogen, die Aussparung für den späteren Lenkerplatz hineingewölbt und schließlich der Stern aufmodelliert.  i

 j  Im Trockenlager. Hier kann der Rohling auf seine Wandlung zur Keramik hoffen.

Im 1. Brand. Was hier aussieht wie geschüttet, ist in Wirklichkeit äußerst vorsichtig+möglichst raum-(d.h.energie-)sparend platziert. Noch sind die lufttrockenen Gefäße zerbrechlich wie Knäckebrot, aber nach zwei Tagen und bis zu 900°C im Töpferofen sind sie „geschrüht“, wasserunlößlich aber noch porös.
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Glasieren im Tauchbad. Jede einzelne Fahrradvase wird jetzt in bis zu fünf Tauchvorgängen mit ihrer Glasur versehen. Diese farbgebenden Flüssigkeiten sind z.T.von WöckworX entwickelt. Zutaten: Aufbereitete Holzasche, Porzellanpulver, Metalloxide, Wasser.  n

 o Der 2. Brand. Bei diesen 1250°C wird die hier glasierte Schrühware zur sog. Sinter-Keramik. Hochwertiger Ton hält solche Temperaturen aus und macht die Fahrradvase sogar frostfest.
   
   
 
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